Der Scherrermeister


Der Scherrermeister ist sozusagen der "Chef" am Feuer. Er muss dieses früh morgens "auf Touren" bringen, d.h. anzünden und immer Holz nachlegen, damit rasch genügend Glut vorhanden ist. Diejenigen, die etwas "oigscherrt" haben möchten, wenden sich vertrauensvoll an ihn, meistens mit der Bitte
"Konnschd merr dess mol oischerre"?

Da sein Arbeitsplatz immer sehr nah am Feuer ist, kommt er sehr schnell ins Schwitzen. Weil man davon bekanntermaßen sehr viel Durst bekommt, ist der Scherrermeister immer froh, wenn seine Arbeit durch etwas Flüssignahrung von Seiten derer, die ihm dabei zusehen, belohnt wird.

Hier ein paar typische Bilder von ein paar typischen Scherrermeistern:

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Hier erklärt der Scherrermeister
der angehenden Scherrermeisterin
die Oischerr-Schibb:


Erkennen kann man einen Scherrermeister an der "Oischerrschipp", seinem Hauptarbeitsgerät, mit der er sprichwörtlich die Kohlen aus dem Feuer holt. Außerdem sind manche leicht mit einem Schornsteinfeger zu verwechseln, wegen dem vielen Ruß im Gesicht.

Wenn die Garzeit dann vorbei ist, kommt alles wieder zu ihm mit der Bitte "Konnschd merr dess mol ausscherre"? Nach dem "Ausscherre" eines Fleischpäckchens und dem Holznachlegen steht meistens schon der nächste bereit, der wieder etwas "oigscherrt" haben möchte.

Wegen der hohen Temperaturen, die an einem Buchenholzfeuer herrschen, haben manche Scherrermeister etwas Gesichtscreme bei sich, um etwaigen Brandwunden vorzubeugen. Am liebsten lassen sie sich natürlich von einer der umstehenden Damen eincremen.


Sollten Sie bei Ihrem nächsten "Oigscherrde" einem Scherrermeister begegnen und ihn bitten, etwas "oizuscherre", denken Sie bitte daran, er hat meistens Durst.


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